Frage 5134 von 987 · Jagdprüfung Oberösterreich

Tarnung und Warnung sind vorwiegend tierische Strategien zur Feindvermeidung. Aber auch für Jägerinnen und Jäger spielen sie eine große Rolle. Tarnung ermöglicht es, weiter ans Wild zu kommen. Warnfarben machen die Gesellschaftsjagd sicherer! Welches Warn- Design ist dabei Ihrer Meinung nach ein brauchbarer Kompromiss. Argumentieren Sie Ihre Antwort ausführlich!

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Antwortvorschlag zu Frage 5134

Im Gegensatz zum Menschen besitzen die meisten jagdlich relevanten Wildtierarten keine Rot- Rezeptoren im Auge. Das heißt, während der Mensch Rot/Orange sehr gut sehen kann, können Hasen, Wildschweine, Rehe, … rote Farben nicht wahrnehmen. Sie sehen ihre Umwelt vorwiegend in blaugrünen Tönen (besitzen nur Grün- und Blau-Rezeptoren). Rot ist für diese Tierarten daher keine auffällige Warnfarbe! In der Natur gibt es keine größeren flächigen Farben. Es spielt daher die Farbe an sich eine eher untergeordnete Rolle, flächenhafte Farben (einheitliches grün, einheitliches orange) empfinden Wildtiere aber als ungewöhnlich. Strukturierte kontrastreiche Flächen hingegen (Camouflage-Muster) lösen die Umrisse des Jägers/ der Jägerin auf und sind für Wildtiere schlecht wahrzunehmen. Die beste Tarnung bei gleichzeitig optimalem Signaleffekt für den Menschen bietet daher eine gemusterte orange Kleidung mit kontrastreichen Elementen.
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