Frage 5140 von 987 · Jagdprüfung Oberösterreich

Mehrere Waldbesitzer in einem Tal klagen neben unkontrolliertem Radtourismus über stetig wachsenden Wildverbiss durch Rotwild in steilen Gebieten. Welche Ursachen und Zusammenhänge könnten hier vorliegen? Welche Maßnahmen würden Sie vorschlagen?

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Antwortvorschlag zu Frage 5140

Menschliche Störungen drängen vor allem scheue Wildtiere (z.B. Rotwild) in unzugängliche Gebiete zurück. Dort findet ein Konzentrationseffekt statt. Die Folge ist erhöhter Verbiss- und Schäldruck. Je schneller (Radfahren, E-Biken) und unvorhersehbarer (abseits frei gegebener Wege) sich Menschen bewegen, umso stärker wirkt sich der „Feindvermeidungseffekt“ der Wildtiere aus. Maßnahmen: großflächige wildökologische Raumplanung! Beschränkung des Radtourismus auf bestimmte frei gegebene Wege (für das Wild vorhersehbar); Ausweisen von störungsfreien Wildruhezonen; Erhaltung einer stabilen Sozialstruktur (vermittelt Sicherheit im Rudel/ durchdachter revierübergreifender Abschussplan notwendig!)
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