Frage 5139 von 987 · Jagdprüfung Oberösterreich

Die Hasenpopulation nimmt landesweit aus unterschiedlichen Gründen kontinuierlich ab. Diskutieren Sie mit welchen existenziellen Problemen der Feldhase zu kämpfen hat und wie die Jägerschaft zumindest lokal bestandesfördernd eingreifen kann!

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Antwortvorschlag zu Frage 5139

Hasen leiden in erster Linie an der intensiven und technisierten Landwirtschaft. Wiesen werden intensiv bewirtschaftet und zunehmend mit Großmaschinen mehrmals im Jahr abgeerntet. Der Junghasenbesatz hat dabei kaum eine Chance zu entkommen. Dazu kommt der Einsatz von Pestiziden. Im Hasenhabitat braucht es abwechslungsreiche kräuterreiche Nahrung. Das Anlegen von strukturreichen und artenreichen Zonen (Äsungsflächen, Hecken, Brachflächen) bieten Nahrung und Schutz! Die Bejagung von Beutegreifern (Füchse, Marder, Iltis) können sich positiv auf den Hasenbesatz auswirken (Räuber-Beute-Beziehung). Junghasen fallen vor allem Katzen zum Opfer. Aufklärung der lokalen Bevölkerung durch die Jägerschaft kann sich ebenfalls positiv auf den Bestand auswirken. Krähen sind Kulturfolger und breiten sich stark aus. Sie überwältigen vor allem ungeschützte Junghasen. Intensive Krähenbejagung fördert den Hasenbesatz!
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