Frage 3224 von 987 · Jagdprüfung Oberösterreich

In einem Revier werden in den letzten Fütterungsmonaten auffällig viel verendete Rehe gefunden – besonders in Fütterungsnähe? Welche Schlüsse ziehen sie daraus?

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Antwortvorschlag zu Frage 3224

Aufgrund der lokalen Einschränkung und dem Zusammenhang mit der zeitlichen Nähe zum Fütterungsende bzw. der Nähe zu den Fütterungen, sind Fütterungsfehler naheliegend! Wird Rehwild nicht art- und wiederkäuergerecht gefüttert, kann es zu lebensbedrohlichen Symptomen kommen! Pansenazidose: Überversorgung mit Eiweiß und Energie > Pansenübersäuerung Abrupter Futterwechsel: Schädigungen der Pansenflora Pansenalkalose: durch verdorbenes Futter (Pansenfäulnis) Allgemeine Infektionsgefahr durch Parasiten: fütterungshygienische Mängel (z. B. Bodenvorlage) Lungenmykosen, Leberschäden: verpilztes/verschimmeltes Futter /Symptome: entsteht durch den Abbau besonders kohlenhydratreicher Futtermittel. Der sehr rasche Stärkeabbau sammelt Mengen freier Fettsäuren wie Essig- und Milchsäure im Pansen an, die einerseits das Pansenmilieu und damit die Pansenmikroben schwer schädigen, zu Entzündungen der Pansenschleimhaut führen und letztlich zentralnervale Störungen bis zum Koma verursachen.
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