Frage 3225 von 987 · Jagdprüfung Oberösterreich
Eine Gruppe Jungjäger/innen trifft sich zum gemeinsamen Abbalgen der beim letzten Vollmond erlegten Füchse. Keiner von ihnen verwendet einen Mundschutz und Einweghandschuhe! Wie reagieren sie auf diese Situation?
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Antwortvorschlag zu Frage 3225
Füchse können Krankheiten oder Parasiten übertragen. Vor allem die Tollwut und der Fuchsbandwurm sind gefährlich.
Während die Tollwut derzeit kaum relevant ist, kann durch das Abbalgen der Fuchsbandwurm (Echinococcus multilokularis) übertragen werden. Mikroskopisch kleine Eier können im Kot oder rund um den After am Fell kleben und beim Hantieren aufgewirbelt (eingeatmet) werden bzw. auf die Haut übertragen (Schmierinfektion) werden.
Der Mensch ist zwar ein Fehlwirt (Typische Zwischenwirte des Parasiten sind Mäuse, Ratten und andere kleine Säugetiere), er bekommt aber dennoch lebensbedrohliche Symptome!
Zwischen der Infektion und den ersten Symptomen (Inkubationszeit) können Monate, Jahre oder sogar Jahrzehnte vergehen. Zudem sind die Symptome meist nicht eindeutig, sie hängen unter anderem davon ab, welcher Teil des Körpers besonders betroffen ist. Im Darm des Menschen schlüpfen aus den Eiern Larven. Sie wandern durch die Darmwand in die Blutgefäße und gelangen mit dem Blut meist in die Leber oder in die Lunge. Dort bilden sie Nester, im mikroskopischen Befund sind sie als Blasen zu erkennen.
Anzeichen für eine Fuchsbandwurmerkrankung können Abgeschlagenheit, Gelbsucht, Oberbauchschmerzen, Gewichtsverlust oder eine vergrößerte Leber sein
Um die Aufnahme von Eiern zu vermeiden, hilft vor allem hygienisches Arbeiten! Das Tragen einer gutsitzenden FFP2-Maske bzw. die Verwendung von Einweghandschuhen während des Abbalgens kann das Infektionsrisiko entscheidend senken!
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