Frage 3227 von 987 · Jagdprüfung Oberösterreich

Die gesetzlich vorgeschriebene Trichinenbeschau wird heute nach der sogenannten „Verdaumethode“ abgewickelt. Wie läuft sie ab, was hat die Methode ihrer Meinung nach mit „Verdauung“ zu tun? Beziehen sie Stellung!

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Antwortvorschlag zu Frage 3227

Als Probe dient ein Stück des Zwerchfellpfeilers und der Muskulatur des Vorderlaufs (alternativ der Zunge). Die Untersuchung läuft adäquat zum menschliche Verdauungsprozess ab – die Verdauung (und daher auch die Freisetzung der Trichinen aus dem Muskelgewebe) vom Zerkauen bis zur Verarbeitung im Magen) wird vollständig simuliert. Die Probe wird entsprechend der Verarbeitung im menschlichen Verdauungstrakt hintereinander zerkleinert (=Zermahlen durch Kauen), mit Wasser, Salzsäure und Verdauungsenzymen versetzt und bei ca. 37°C 30 Minuten lang gerührt (simuliert die Zustände im Magen). Danach wird die Mixtur in einem verjüngenden Scheidetrichter absetzen gelassen. Der Satz wird im Mikroskop zuletzt auf die nun frei liegenden Trichinen untersucht. Sind welche zu finden, handelt es sich um ein Trichinen-befallenes Stück und muss entsorgt werden.
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