Frage 3223 von 987 · Jagdprüfung Oberösterreich
An den Grenzen Österreichs tritt vermehrt die Maul- und Klauenseuche auf. Welche Rolle spielt das für die Jagd in Oberösterreich? Wie sollen sich die Jäger:innen verhalten? Argumentieren sie am Stammtisch!
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Antwortvorschlag zu Frage 3223
Die Maul- und Klauenseuche (MKS) ist eine hochansteckende Viruserkrankung bei Rindern, Schweinen, Ziegen, Schafen und anderen Paarhufern. Das Auftreten von MKS ist mit schwerwiegenden Folgen für die betroffenen Länder (wirtschaftliche Schäden) verbunden. Auch wildlebende Paarhufer, wie Hirsche, Antilopen, Wildschweine, Giraffen und Kamele können sich infizieren. Pferde sind für MKS nicht empfänglich; eine Infektion kann gelegentlich auftreten, führt aber in der Regel nicht zu einer Erkrankung.
Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder deren Produkten (Milch, Fleisch, …) und Ausscheidungen, aber auch über kontaminierte unbelebte Objekte (Reifen, Schuhe, Kleidung, …). Eine Übertragung über die Luft ist über beträchtliche Distanzen ebenfalls möglich.
Symptome sind bei betroffenen Tieren Blasenbildung (Aphten) im Maulbereich, am Euter und an den Klauen; Fieber (40-42 °C), Schmerzen, Apathie, Appetitlosigkeit, Lahmheit und Rückgang der Milchleistung. Die Morbidität kann 100 % erreichen (Jungtiere sind schwerer betroffen)
Sicherheitsmaßnahmen gegen die Einschleppung:
Keine Jagdtrophäen, Wildbret (auch keine Produkte) sowie Wild in der Decke aus den betroffenen Gebieten mitbringen! (gesetzliches Einfuhrverbot!)
Jagdreisen in betroffene Länder vermeiden (zur Sicherheit gegenüber den heimischen Landwirten)
Hat man sich in betroffenen Gebieten aufgehalten – Dekontamination von Schuhen, Kleidung und KFZ vor der Einreise nach Österreich!
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