Frage 2095 von 987 · Jagdprüfung Oberösterreich

In welchen Situationen ist das Abfangen mit der kalten Waffe angebracht? Welche Waffen eignen sich? Wie fängt man ab? Diskutieren sie das Thema!

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Antwortvorschlag zu Frage 2095

Der Griff zum Gewehr ist ausgeschlossen, wenn kein sicherer Schuss abgegeben werden kann, z.B. bei einem Wildunfall und viele Schaulustige in der Nähe weilen. Auch ein mangelnder Kugelfang im Gelände stellt ein Sicherheitsrisiko dar. Abfangwaffen: Knicker, Hirschfänger/ Saufänger (beidseitige Schneide, Parierelement und Hohlkehle, „Blutrinne“ – reduziert das Gewicht bei gleichbleibender Stabilität um ca. 20%), Saufeder (Klinge mit 8kantigem Eschenstiel und Parierstange) Abfangen eines Schwarzwildes: Idealerweise wird der Stich hinter dem Blatt ausgeführt. Alternativ kann er auch ein Stück weit über oder auch unter dem Blatt angesetzt werden. Hier gilt es aber wiederum auch das Geschlecht des Schwarzwildes zu berücksichtigen, denn beim Keiler sollte man definitiv hinter dem Blatt ansetzen, da das Schild des Keilers sehr kräftig ist. Der Stich wird mit Hebelbewegung ausgeführt. Anschließend empfiehlt es sich, die Klinge entweder zu ziehen oder auch zu drücken. Der Grund: Auf diese Weise werden nicht nur Herz und Lunge verletzt, sondern möglichst viele Blutgefäße geöffnet, um einen schnellen Tod herbeizuführen Knicken von Rehwild: Der Genickfang, auch abnicken genannt (für Rehwild), bei dem das Messer von hinten zwischen Hinterhauptbein und dem ersten Halswirbel in das Genick des Stückes gestoßen wird. Abfangen mit der kalten Waffe muss geübt werden!
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