Frage 8096 von 987 · Jagdprüfung Oberösterreich

Schleppen, Spritzen, Tupfen, Treten – welche Art der künstlichen Schweißfährte ist Ihrer Meinung nach optimal? Diskutieren Sie ausführlich die Bedeutung des Trainings auf der Schweißfährte!

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Antwortvorschlag zu Frage 8096

Grundsätzlich soll der Hund für den Ernstfall lernen, eine ihm zugewiesene Schweißfährte ruhig, konzentriert, hartnäckig und mit tiefer Nase bis zum Ziel auszuarbeiten. Die künstliche Schweißfährte bietet dafür gute Trainingsmöglichkeiten. Zusätzliche Herausforderungen wie Verleitfährten oder Verweisstücke können dabei in das Trainingsprogramm eingebaut werden. Wichtig ist, dass der Hundeführer möglichst genau den Verlauf der künstlichen Trainingsspur kennt (sichtbare Markierung mit Zettel, Watte, … an den Bäumen). Nur so kann er beurteilen, wie gut und exakt der Hund arbeitet. Ebenso sind Verweisstücke, Richtungsänderungen und Verleitfährten zu markieren. Nur wenn der Hundeführer die Spur kennt, kann er den Hund korrigieren, ohne ihn zu frustrieren! Schleppfährte (Lunge oder Pansen werden an einer Schnur nachgezogen – man erhält eine kontinuierliche Duftspur) Spritzfährte (Schweiß wir mit einer Spritz- oder Tropfflasche punktuell ausgebracht – simuliert eine Wundfährte sehr realistisch) Tupffährte (mit einem Stock an dessen Ende ein Schwamm sich befindet wird Schweiß im Abstand von einem Meter auf den Boden getupft) Tretfährte (mit einem Fährtenschuh mit frischen Schalen werden Hufabdrücke hinterlassen) Tret-, Tupf- und Spritzfährte ist relativ realitätsnah! Am Ende der Schweißfährte muss eine Wilddecke und eine Belohnung liegen – positive Motivation! Die Ausarbeitung der Spur darf erst nach mindestens 6 – 12 Stunden (Stehzeit) erfolgen. Nach dieser Zeit ist der menschliche Geruch verflogen.
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