Frage 8097 von 987 · Jagdprüfung Oberösterreich

Ab welchem Alter ist die Erziehung des Hundes sinnvoll? Diskutieren Sie einzelne Schritte der Hundeerziehung auf Basis einer modernen Verhaltensforschung!

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Antwortvorschlag zu Frage 8097

Die Abrichtemethoden haben sich im Laufe der Zeit aufgrund kynologischer Forschung wesentlich geändert. Demnach wird der Welpe zwischen der 4. Und 7. Lebenswoche vor allem durch die Hündin geprägt. Was in dieser Prägephase gelernt wird, wird nicht mehr vergessen. In dieser Zeit wird die Basis für das Verhältnis zwischen Hund und Mensch gelegt. Während der darauffolgenden Sozialisierungsphase (8. – 12. Woche) sollte mit spielerischer Früherziehung Beute-, Spür- und Bringfreudigkeit gefördert werden, ebenso sollte Leinenführigkeit, Stubenreinheit und Kommen geübt werden. In der Rangordnungsphase (13. – 16. Woche) testet der Hund seine hierarchische Stellung aus. Nun ist Konsequenz gefordert, um als Autoritätsperson anerkannt zu werden. In der Rudelordnungsphase (5. -6. Lebensmonat) befindet sich der Hund in einer wichtigen Entwicklungsphase. In diese Zeit fällt die Gefolgschaftstreue. Autorität und Konsequenz ist nun besonders wichtig! Zwischen dem 7. und 10. Lebensmonat erfolgt die Geschlechtsreife. Diese ist wie beim Menschen eine psychisch labile Phase. Nach der Früherziehung beginnt die eigentliche Abrichtung des Jagdhundes nach der Pubertät mit ca. 12 Monaten. Eine gut verlaufene Früherziehung macht sich nun bezahlt. Mit positiver Motivation, aber auch mit Konsequenz wird nun dem Hund beigebracht, was von ihm erwartet wird.
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