Frage 7091 von 987 · Jagdprüfung Oberösterreich

Vor allem die Ehrerweisung gegenüber dem erlegten Stück zählt zu den traditionellen Zeremonien der Jägerschaft. Wie stehen Sie zum traditionellen Umgang mit der erlegten Beute. Ist es Show, macht es Sinn, ist es nicht mehr zeitgemäß?

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Antwortvorschlag zu Frage 7091

Show mag es sein, dennoch repräsentiert der Umgang mit dem erlegten Tier als Beute, aber auch Nahrung(!) die Beziehung zwischen dem/der Jäger/in und dem Lebewesen. Vor allem in der Öffentlichkeit entscheidet die Handlungsweise des/der Jäger/in über Sympathie oder Ablehnung! Sinn macht es, um auf die lange Tradition der Jagd in OÖ hinzuweisen und die Jagd als wesentlichen Kulturfaktor zu etablieren bzw. zu erhalten! Zeitgemäß ist aus historischen Gründen allemal. Die Gebräuche und Zeremonien müssen sich im Hinblick auf die Verwertbarkeit des Wildbrets aber an die gesetzlichen Bestimmungen für Wildbrethygiene halten! Ans Schalenwild wird ruhig an das Wild herangetreten, würdig begutachtet, sowie der letzte Bissen und Inbesitznahmebruch angebracht. Weiters wird Brauchtum im Brechen und Schweißbenetzen des Beutebruches und in der Form des Aufbrechens und Versorgen des Stückes gelebt. Das Streckenlegen, Totverblasen und ein sauberes Verbringen des erlegten Wildes ist ebenso brauchtumsmäßig verankert wie die Form des Überreichens von Bruch und Trophäe. Verpönt ist, über ein erlegtes Stück Wild oder über die gelegte Strecke zu steigen. Streckenlegung beim Niederwild (jedes 10. Stück halbe Länge nachvorne), Reihenfolge (Die 1. Reihe bilden die Füchse, wobei die Rute im rechten Winkel zur Standarte erhoben wird. Dann folgen die Hasen und Kaninchen, weiters Fasane, Enten, Rebhühner und Schnepfen)
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