Frage 7095 von 987 · Jagdprüfung Oberösterreich

Ist Jagd noch zeitgemäß? Nehmen Sie dazu Stellung!

In der Prüfung beantwortest du diese Frage frei. Überleg dir deine Antwort und vergleiche sie dann mit dem amtlichen Antwortvorschlag.

Antwortvorschlag anzeigen

Antwortvorschlag zu Frage 7095

Von Kritiker:innen wird das Jagen als mörderisches Hobby beschrieben, Befürworter:innen betrachten es als notwendig in einer vom Menschen geprägten Kulturlandschaft. Hier entsteht ein teilweise heftiger Diskurs, der oftmals sehr emotional geführt wird. Beide Argumente sind richtig, gelten aber nicht in allen Situationen. Es gibt einige Grundlagen die es zu beachten gilt: Nicht jeder darf jagen! Es muss eine aufwändige und schwierige Prüfung geschafft werden, die das gesamte notwendige Fachwissen enthält. Zudem wird überprüft, ob Ausschlusskriterien für den Erwerb einer Jagdwaffe vorliegen. Ohne Jagd vermehrt sich das Wild! Das Argument von Jagdkritikern ist „die Natur reguliert sich selbst“. Das stimmt, führt im Kulturraum aber zu erheblichen Konflikten mit dem wirtschaftlichen Ziel der Gesellschaft (Landwirtschaft, Forstwirtschaft wären kaum mehr möglich). Die Folgen wären einschneidende Änderungen im Landschaftsbild (Versteppung). Jagen hilft der Biodiversität! Jäger halten Kultur-Profiteure (Fuchs, Wildschwein, Krähen, …) in Grenzen und helfen dadurch auch Kulturflüchtern. Jagen für den Wald von morgen! Der Mensch hat den Wald aus wirtschaftlichen Überlegungen zu sehr verändert – er ist der herrschenden Klimaverschiebung nicht mehr gewachsen. Wald ist aber überlebenswichtig für alle, das aufbauen von standortgemäßen, artenreichen Wäldern ist daher auch im Interesse der Jagd Jagd ist daher zeitgemäß, sofern sie nachhaltig, bestandsichernd und überlegt ausgeübt wird, und zum Ziel hat, stabile artenreiche Ökosysteme zu erreichen!
Weiter zu Frage ›