Frage 6078 von 987 · Jagdprüfung Oberösterreich

Welche Schadbilder im Wald weisen auf Schadinsekten hin und sollten sobald als möglich dem Waldbesitzer bekannt gegeben werden? Beschreiben Sie Erkennungszeichen!

In der Prüfung beantwortest du diese Frage frei. Überleg dir deine Antwort und vergleiche sie dann mit dem amtlichen Antwortvorschlag.

Antwortvorschlag anzeigen

Antwortvorschlag zu Frage 6078

Buchdrucker-Befall: Zuerst fällt braunes Bohrmehl auf. Bald sind Spechte zur Stelle und beginnen nach Käfern und Larven zu suchen. Hebt man Stücke von der Rinde ab findet man die typischen Brutbilder. Daher hat der Buchdrucker seinen Namen. Die Fichtenkronen beginnen von unten her sich rot zu verfärben. In der späten Befallsphase löst sich die Rinde und die Käfer fliegen aus. Bei Massenvermehrungen des Buchdruckers können ganze Fichtenbestände flächig betroffen sein. Wie der Buchdrucker befällt auch der Kupferstecher stehende Fichten. Ein Befall ist an sehr kleinen Einbohrlöchern erkennbar. Weitere Anzeichen sind Braun- und Rotfärbungen der Baumkrone und Verlust der Nadeln. In diesem Stadium sind die Jungkäfer bereits ausgeflogen. Am meisten gefährdet sind Fichten im Stangenholzalter. Die Tannentrieblaus ruft ein auffälliges Schadbild an den jüngsten Nadeln hervor. Diese werden dabei bedingt durch das Saugen so nach oben gebogen, dass die weiß gestreifte Unterseite der Nadeln deutlich zu sehen ist. Stark befallene Nadeln verbräunen und trocknen auch ein. Bedingt durch die teils hohe Honigtauproduktion kommt es auch zur Bildung von Schwärzepilzen. Bei näherer Betrachtung sind auf den Trieben und Nadeln 1-3 mm kleine, dunkelgefärbte Läuse erkennbar. Trieb- und Zweigspitzen sterben bei einem entsprechenden Befall ab, junge Bäume zeigen eine Spitzendürre. Gefährdet sind insbesondere Tannen auf warmen und sonnigen Standorten
Weiter zu Frage ›