Frage 4110 von 987 · Jagdprüfung Oberösterreich

Das Schwarzwild stellt eine besondere Herausforderung für die Jägerinnen und Jäger dar – Suchen Sie nach Gründen, warum gerade das Schwarzwild so schwierig zu kontrollieren ist!

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Antwortvorschlag zu Frage 4110

Schwarzwild ist sehr anpassungsfähig und hat unter idealen Bedingungen eine Reproduktionsrate bis zu 200%. Wildschweine zählen zu den Nichtwiederkäuern, besitzen eine Gallenblase und sind demnach Allesfresser. Sie sind also nicht von einer bestimmten Nahrungsressource abhängig. Schwarzwild bevorzugt ausgedehnte reich gegliederte Landschaften mit Feucht- und Nassstellen sowie Fluss-, Teich- und Seenlandschaften von der Ebene bis ins Hügelland. Laub- und Mischwälder mit hohem Buchen- und Eichenanteilen sowie mit ruhigen Dickungen oder Schilfgürteln als Rückzugsgebiet werden besonders gerne angenommen. Als Fraß braucht das Wildschwein sowohl pflanzliche (Gräser, Wurzelfrüchte, Knollen, Obst, Pilze, Beeren, Eicheln, Bucheckern, Getreide) als auch tierische Kost (Insekten, Larven, Schnecken, Aas, Mäuse, Eier, Würmer) Finden die Tiere nicht ausreichend Nahrung in ihren Habitaten, greifen sie auf Kulturfrüchte zu und können dabei erhebliche Schäden provozieren (Umbrechen von Kartoffelfeldern, flächenhafte Schäden an Maisschlägen, Umbrechen von Mähwiesen). Schwarzwild ist sehr lernfähig und gibt schlechte Erfahrungen innerhalb der Rotte weiter. Falsche Bejagungsmethoden oder jagdliche Fehler wirken sich daher besonders fatal aus und erschweren die Bejagung erheblich!
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