Frage 3200 von 987 · Jagdprüfung Oberösterreich

5 Tage nach einer Treibjagd fällt einem Jäger plötzlich ein schmerzloses Geschwür an der Hand auf. Ebenso hat er Kopfschmerzen, Fieber, Gliederschmerzen und eine schmerzende Schwellung der Lymphknoten. Könnte ein Zusammenhang mit der Jagd bestehen?

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Antwortvorschlag zu Frage 3200

Tularämie ist eine bakterielle Infektion. Der Erreger befällt vor allem wildlebende Hasen, Kaninchen und Nagetiere, wird aber auch in der Umwelt (Wasser, Erde) gefunden. Gelegentlich wird die Tierkrankheit auf den Menschen übertragen (Zoonose). Eine Tularämieinfektion beim Menschen ist häufig auf einen Kontakt mit Feldhasen zurückzuführen. Ein Jagdhund zeigt Fressunlust, krankhafte Sensibilität, hochgradigen Juckreiz gefolgt von Selbstverstümmelung, extreme Sensibilität auf Berührungen, Speichelfluss, gerötete Binde- und Mundschleimhaut, erhöhte Atemfrequenz (60/min.) sowie frequenter Puls (160/min.). Außerdem fällt großer Durst auf. Woran könnte der Hund leiden. Wie reagieren sie? Möglicherweise hat sich der Hund mit der Aujeszkyschen Krankheit infiziert. Die Symptome deuten darauf hin. Der Krankheitsverlauf ist so schnell, dass keine Antikörperbildung gegen das Virus möglich ist. Das Tier verendet in der Regel innerhalb weniger Tage. Für Fleischfresser ist die wichtigste Ansteckungsquelle die Aufnahme von Fleisch und Innereien infizierter (Wild)-schweine. Es handelt sich um keine Zoonose. Menschen sind nicht betroffen.
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