Jagdstatistik Oberösterreich 2024/25: Wie viele Rehe, Hasen, Fasane, Füchse und Hirsche wurden erlegt?
Wie viele Rehe, Hasen, Fasane, Füchse und Hirsche wurden in Oberösterreich zuletzt erlegt? Die Jagdstatistik 2024/25 nach Wildart und Bezirk, wie Abschussplan und Meldung funktionieren und was Jungjäger davon wissen sollten.
Die Jagdstatistik zeigt, wie viel Wild in einem Jagdjahr erlegt wurde und wie viel als Fallwild verendet ist. Fallwild stirbt zum Beispiel im Straßenverkehr.
Für Oberösterreich gibt es zwei Quellen. Statistik Austria veröffentlicht die Zahlen je Bundesland. Der OÖ Landesjagdverband wertet sie zusätzlich nach Bezirken aus.
Die neuesten Zahlen mit Oberösterreich-Details betreffen das Jagdjahr 2024/25, also die Zeit vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2025. Für 2025/26 gibt es bisher nur die Österreich-Summen.
Hier findest du die Strecke nach Wildart und Bezirk, die Entwicklung der wichtigsten Arten und die Regeln zu Abschussplan, Meldung und Trophäenvorlage.
Das Wichtigste in Kürze
- Im Jagdjahr 2024/25 wurden in Oberösterreich 162.708 Stück Wild erlegt, darunter 83.571 Rehe, 26.772 Hasen, 17.996 Fasane, 6.036 Füchse und 4.088 Stück Rotwild.
- Gut jedes vierte in Österreich erlegte Reh stammt aus Oberösterreich, so viele wie aus keinem anderen Bundesland.
- Dazu kamen 11.405 Rehe als Fallwild, davon 7.414 im Straßenverkehr.
- Schalenwild außer Schwarzwild darf nur nach einem Abschussplan erlegt werden. Jeder Abschuss geht binnen zwei Wochen an die Bezirkshauptmannschaft.
- Die Österreich-Zahlen für 2025/26 sind seit 9. Oktober 2026 da, die Auswertung für Oberösterreich noch nicht.
Die Jagdstatistik 2024/25 auf einen Blick
Insgesamt wurden im Jagdjahr 2024/25 in Oberösterreich 162.708 Stück Wild erlegt. Im Jahr davor waren es 174.511.1
Mehr als die Hälfte davon ist Rehwild, nämlich 51,4 Prozent. Danach folgen mit großem Abstand Hase und Fasan.1
Abschuss 2024/25 nach Wildart
Die Tabelle zeigt alle Wildarten mit Abschuss und Fallwild. Fallwild ist in Oberösterreich getrennt ausgewiesen und zählt nicht zum Abschuss.2
| Wildart | Abschuss 2024/25 | Fallwild 2024/25 |
|---|---|---|
| Rehwild | 83.571 | 11.405 |
| Feldhase | 26.772 | 4.652 |
| Fasan | 17.996 | 1.016 |
| Wildenten | 9.188 | 64 |
| Fuchs | 6.036 | 143 |
| Marder | 4.929 | 220 |
| Rotwild | 4.088 | 57 |
| Wildtauben | 4.023 | 98 |
| Gamswild | 1.880 | 81 |
| Dachs | 989 | 125 |
| Schwarzwild | 929 | 1 |
| Iltis | 749 | 26 |
| Waldschnepfe | 678 | 0 |
| Wiesel | 342 | 13 |
| Wildgänse | 230 | 1 |
| Muffelwild | 85 | 2 |
| Rebhuhn | 72 | 35 |
| Wildkaninchen | 55 | 0 |
| Birkwild | 34 | 0 |
| Damwild | 30 | 2 |
| Sikawild | 15 | 0 |
| Waschbär | 9 | 0 |
| Marderhund | 5 | 0 |
Beim Rehwild, bei den Wildenten und bei den Wildtauben hat Oberösterreich den größten Abschuss aller Bundesländer. Beim Reh sind es 28,5 Prozent der österreichischen Strecke, bei den Wildtauben sogar 39,5 Prozent.1
Gejagt haben 2024/25 in Oberösterreich 21.401 Menschen mit Jahresjagdkarte, 2,8 Prozent mehr als im Vorjahr. 2.443 davon sind Frauen, dazu kamen 1.100 Jagdgastkarten.1 Österreichweit gab es 139.600 Jahresjagdkarten.2
Wie die Zahlen entstehen
Die Jagdstatistik ist keine Schätzung. Sie beruht auf den Meldungen der Jagdausübungsberechtigten an die Behörde.
Das Jagdjahr
In Oberösterreich beginnt das Jagdjahr am 1. April und endet am 31. März. So ist es auch in der Steiermark, in Tirol und in Vorarlberg. Im Burgenland, in Kärnten, Niederösterreich, Salzburg und Wien gilt dagegen das Kalenderjahr.3
Deshalb heißt die aktuelle Statistik „2024/25“. Beim Vergleich mit anderen Bundesländern ist das wichtig, weil die Zeiträume nicht genau gleich sind.
Abschuss und Fallwild
Gemeldet wird nicht nur das erlegte Wild. Auch tot aufgefundene Stücke, also Fallwild, gehen an die Bezirkshauptmannschaft.4
Auf den Abschussplan wird Fallwild aber nicht angerechnet.5 Wer also ein Reh nach einem Wildunfall birgt, hat damit keinen Abschuss erfüllt.
Wer veröffentlicht
Statistik Austria sammelt die Zahlen der Landesregierungen und veröffentlicht sie im Herbst nach dem Jagdjahr.2 Der OÖ Landesjagdverband bereitet die Daten von Land und Statistik Austria danach mit Bezirkswerten und Zeitreihen auf.1
Vom Jagdjahr zur Statistik: das Beispiel 2024/25
- Das Jagdjahr 2024/25 beginnt.
- Der Abschussplan wird bei der Bezirkshauptmannschaft angezeigt.
- Jeder Abschuss von Schalenwild wird binnen zwei Wochen gemeldet.
- Das Jagdjahr endet.
- Statistik Austria veröffentlicht die Jagdstatistik 2024/25.
- Der Landesjagdverband veröffentlicht die Auswertung für Oberösterreich.
- Die Oberösterreich-Auswertung für 2025/26 wird erwartet.
Was es für 2025/26 schon gibt
Am 9. Oktober 2026 hat Statistik Austria die Österreich-Zahlen für 2025/26 veröffentlicht. Insgesamt wurden 690.535 Stück Wild erlegt, 4,8 Prozent weniger als im Jahr davor.3
Beim Rehwild waren es österreichweit 296.900 Abschüsse, beim Schwarzwild 43.900, ein Plus von 51,2 Prozent. Der Hasenabschuss brach dagegen um 57,2 Prozent auf 44.800 ein.3
Als Grund für die vielen Hasenverluste nennt Statistik Austria den Ausbruch der Myxomatose im Jahr 2025.3 Wie stark Oberösterreich betroffen ist, zeigen erst die Landeszahlen.
Entwicklung nach Wildart
Für die Zeitreihen nutzen wir die Auswertung des Landesjagdverbands. Sie reicht je nach Wildart bis 2004/05 zurück.1
Rehwild
- Abschuss 2024/25
- 83.57127.661 Böcke, 29.592 Geißen, 26.318 Kitze
- Höchstwert
- 85.514Jagdjahr 2023/24
- Fallwild
- 11.405davon 7.414 im Straßenverkehr
Der Rehwild-Abschuss ist seit 2016/17 um gut 11 Prozent gestiegen, von 75.172 auf 83.571 Stück. Den bisherigen Höchstwert gab es 2023/24 mit 85.514 Rehen.1
Das Verhältnis von Böcken, Geißen und Kitzen lag 2024/25 bei 33,1 zu 35,4 zu 31,5 Prozent. Damit wurden mehr weibliche Stücke als Böcke erlegt.1
Rehwild-Abschuss in Oberösterreich je Jagdjahr
- 16/17
- 17/18
- 18/19
- 19/20
- 20/21
- 21/22
- 22/23
- 23/24
- 24/25
Abschuss in StückHöchstwert
Zählt man das Fallwild dazu, verlor der Rehbestand 2024/25 insgesamt 94.976 Stück. So verteilt sich dieser Abgang:
Wie Rehe 2024/25 zu Tode kamen
- Abschuss 88,0 %
- Straßenverkehr 7,8 %
- sonstiges Fallwild 4,2 %
Laut Landesjagdverband ist das der niedrigste Fallwildanteil seit zehn Jahren.1
Rotwild
- Abschuss 2024/25
- 4.0881.108 Hirsche, 1.698 Tiere, 1.282 Kälber
- Höchstwert
- 4.398Jagdjahr 2023/24
- Schwerpunkt
- 92,7 %in Gmunden, Kirchdorf und Steyr
Rotwild lebt in Oberösterreich vor allem im Süden. Gmunden kam 2024/25 auf 1.474 Stück, Kirchdorf auf 1.421 und Steyr auf 897.1
Seit 2014/15 schwankt der Abschuss zwischen 3.285 und 4.398 Stück. Mit 4.088 lag 2024/25 im oberen Bereich.1
Gamswild
- Abschuss 2024/25
- 1.880926 Böcke, 695 Geißen, 259 Kitze
- Gmunden
- 1.00853,9 % des Abschusses
- Vorjahr
- 1.765Jagdjahr 2023/24
Mehr als die Hälfte der Gämsen wird im Bezirk Gmunden erlegt. Dahinter folgen Kirchdorf mit 489, Steyr mit 260 und Vöcklabruck mit 123 Stück.1
Beim Fallwild gibt es eine kleine Unstimmigkeit: Statistik Austria nennt 81 Stück2, die Bezirkstabelle des Landesjagdverbands 69.1
Schwarzwild
- Abschuss 2024/25
- 929minus 42,4 % zum Vorjahr
- Höchstwert
- 2.444Jagdjahr 2021/22
- Mühlviertel
- 53,8 %des Abgangs
Wildschweine sind in Oberösterreich seltener als in Niederösterreich oder Bayern. Ihr Abschuss springt stark von Jahr zu Jahr, je nach Mast und Winter.
Die meisten Sauen kamen 2024/25 aus Rohrbach (175), Braunau (124), Urfahr (122), Freistadt (104) und Perg (99).1
Schwarzwild-Abschuss in Oberösterreich je Jagdjahr
- 14/15
- 15/16
- 16/17
- 17/18
- 18/19
- 19/20
- 20/21
- 21/22
- 22/23
- 23/24
- 24/25
Abschuss in StückHöchstwert
Österreichweit stieg der Schwarzwild-Abschuss 2025/26 um 51,2 Prozent.3 Ob Oberösterreich diesem Trend folgt, zeigen erst die Landeszahlen.
Hase, Fasan und Wildente
- Hase 2024/25
- 26.772Höchstwert 46.515 im Jahr 2019/20
- Fasan 2024/25
- 17.996plus 14,5 % zum Vorjahr
- Wildente 2024/25
- 9.188minus 31,2 % zum Vorjahr
Der Hasenabschuss ist seit dem Spitzenjahr 2019/20 deutlich gesunken. 2024/25 lag er mit 26.772 wieder auf dem Niveau von 2014/15.1
Beim Fasan ist Grieskirchen die Hochburg. Von dort kamen 5.262 Fasane, das sind 29,2 Prozent des Landes.1
Hasenabschuss in Oberösterreich je Jagdjahr
- 14/15
- 15/16
- 16/17
- 17/18
- 18/19
- 19/20
- 20/21
- 21/22
- 22/23
- 23/24
- 24/25
Abschuss in StückHöchstwert
Fuchs und anderes Raubwild
- Fuchs 2024/25
- 6.036minus 17,3 % zum Vorjahr
- Marder
- 4.92922,6 % der Strecke Österreichs
- Dachs
- 989Abschuss 2024/25
Beim Fuchs ist der Abgang seit Jahren rückläufig. Mit Fallwild waren es 2014/15 noch 9.788 Füchse, 2024/25 nur noch 6.179.1
Auch die eingewanderten Arten tauchen in der Statistik auf, allerdings in kleinen Zahlen: 9 Waschbären und 5 Marderhunde wurden 2024/25 erlegt.2
Rehwild nach Bezirken
Der Landesjagdverband schlüsselt den Rehwild-Abschuss nach seinen 15 Bezirksgruppen auf. Freistadt liegt dabei vorn, Eferding hinten.1
Rehwild-Abschuss 2024/25 nach Bezirk
Beim Fallwild sieht die Reihenfolge anders aus. In Linz und Ried starb mehr als jedes sechste Reh als Fallwild, mit Anteilen von 18,3 und 18,1 Prozent. In Grieskirchen waren es nur 8,5 Prozent.1
Wie viele Rehe in deinem Bezirk im Straßenverkehr sterben, findest du in unserem Artikel zu den Wildunfällen in Oberösterreich.
Abschussplan, Meldung und Trophäenschau
Seit 1. April 2024 gilt in Oberösterreich das neue Oö. Jagdgesetz 2024.4 Dazu gehört die Oö. Abschussplanverordnung 2024, die die alte „Verordnung über den Abschussplan und die Abschussliste“ aus dem Jahr 2004 ersetzt hat.6
Der Abschussplan
Schalenwild darf in Oberösterreich nur auf Grund eines Abschussplans erlegt werden. Ausgenommen ist das Schwarzwild.4 Für Rotwild gibt es außerhalb der Kerngebiete eine Sonderregel.7
Der Jagdausübungsberechtigte zeigt den Plan bis spätestens 15. April bei der Bezirkshauptmannschaft an. Hat die Behörde Bedenken, setzt sie den Plan mit Bescheid fest. Tut sie das nicht binnen acht Wochen, gilt der angezeigte Plan.4
Die Zahlen im Plan sind ein Mindestabschuss.4 Beim mehrjährigen Bock und Hirsch und beim mehrjährigen Gamswild dürfen sie grundsätzlich weder unter- noch überschritten werden.6
Der Wald entscheidet mit
Seit dem Jagdjahr 1994/95 richtet sich die Abschusshöhe in Oberösterreich nicht mehr nach gemeldeten Wildständen, sondern nach dem Zustand der Waldverjüngung.5
Dazu gibt es in jedem Jagdgebiet eingezäunte Vergleichsflächen von mindestens 6 mal 6 Metern. Je angefangene 100 Hektar Wald braucht es eine, mindestens drei und höchstens zwanzig je Jagdgebiet.6
Bei der jährlichen Begehung vergleicht man den Bewuchs innerhalb und außerhalb des Zauns. Das Jagdgebiet bekommt dann die Beurteilungsstufe I, II oder III, und danach richtet sich der neue Plan.5
Ein Beispiel aus dem Bezirk Ried: Bei der Begehung 2026 landeten 26 von 29 Jagdgebieten in Stufe I und 3 in Stufe II. Den Rehwild-Abschussplan 2025/26 hatten die Jagden dort zu 108 Prozent erfüllt, mit insgesamt 4.187 Rehen.8
Verbiss im Bezirk Ried, Begehung 2026
- Stufe I 26 Jagdgebiete
- Stufe II 3 Jagdgebiete
- Stufe III keines
Teilziele im Jahr
Damit nicht alles in den letzten Wochen geschossen wird, gibt es Zwischenziele:6
- Rotwild: bis 31. August mindestens ein Drittel des Abschusses bei weiblichem Wild und Hirschen der Klasse III.
- Gamswild: bis 15. September mindestens ein Drittel.
- Rehwild: bis 15. Oktober mindestens die Hälfte bei weiblichem Wild und Kitzen.
- Alle planpflichtigen Arten: bis 15. November mindestens 80 Prozent.
Meldung statt Abschussliste
Jeden Abschuss von Schalenwild und Schwarzwild meldet der Jagdausübungsberechtigte binnen zwei Wochen an die Bezirkshauptmannschaft, ebenso jedes tot aufgefundene Stück Schwarzwild. Bei den übrigen Wildarten werden Abschuss und Fallwild jeweils am 15. des Folgemonats gemeldet.4
Die Meldung geht schriftlich oder elektronisch.5 Künftig soll sie vor allem über die Jagddatenbank JADA laufen, in die auch der Gemeindejagdvorstand Einsicht nehmen kann.9
Was sich mit dem neuen Jagdrecht geändert hat
- Verordnung über den Abschussplan und die Abschussliste von 2004
- Abschüsse wurden in der Abschussliste geführt
- Oö. Jagdgesetz 2024, in Kraft seit 1. April 2024
- Oö. Abschussplanverordnung 2024
- Schalenwild und Schwarzwild binnen zwei Wochen an die Bezirkshauptmannschaft melden
- Übrige Wildarten am 15. des Folgemonats melden
Trophäenschau
Alle Trophäen von Schalenwild, die in einem bestimmten Zeitraum des Jagdjahres erbeutet wurden, müssen vorgelegt werden. Bei mehrjährigem Schalenwild gehört der ganze Kiefer dazu.6
Bewertet werden sie vom Bezirksjagdausschuss oder einer von ihm bestimmten Bewertungskommission. Danach werden die Trophäen dauerhaft markiert und zurückgegeben.6 So lässt sich prüfen, ob der Abschuss zum Plan passt. In der Praxis spricht man von der Pflichttrophäenschau oder Hegeschau.
Wer zuständig ist
- Bezirkshauptmannschaft: nimmt Abschussplan und Meldungen entgegen und setzt den Plan bei Bedenken fest.4
- Forsttechnischer Dienst der Bezirkshauptmannschaft: vereinbart die Vergleichsflächen und beurteilt sie mit.6
- Bezirksjagdausschuss des Landesjagdverbands: bewertet die Trophäen.6
- Bezirksjagdbeirat: wird angehört, bevor die Behörde einen Plan festsetzt.4
Einen Hegering als eigene Planungsebene sieht das oberösterreichische Recht bei der Abschussplanung nicht vor. Geplant wird je Jagdgebiet, organisiert ist die Jägerschaft in den Bezirksgruppen des Landesjagdverbands.61
Schonzeiten beim Schalenwild
Wann gejagt werden darf, legt die Oö. Jagdverordnung 2024 fest. Die wichtigsten Schonzeiten beim Schalenwild:10
- Rehbock der Klassen I und II: 1. Oktober bis 31. Mai
- Rehbock der Klasse III: 1. Oktober bis 30. April
- Schmalreh: 1. Jänner bis 30. April
- Geiß und Kitz: 1. Jänner bis 15. August
- Hirsch: 1. Jänner bis 31. Juli
- Tier und Kalb: 1. Jänner bis 15. Juli
- Gamswild: 1. Jänner bis 31. Juli, einjährige Gämsen bis 30. April
- Schwarzwild: nur die säugende Bache ganzjährig
Was das für dich als Jungjäger bedeutet
Für die Jagdprüfung musst du keine Statistik auswendig können. Abschussplan, Meldepflicht, Fallwild, Schonzeiten und Trophäenvorlage sind aber Prüfungsstoff im Jagdrecht.
So kommt ein erlegtes Reh in Oberösterreich bis in die Statistik:
- ErlegenDu erlegst ein Reh im Rahmen des Abschussplans. Als Jagdgast sagst du dem Jagdausübungsberechtigten sofort Bescheid.
- MeldenDer Jagdausübungsberechtigte meldet das Stück binnen zwei Wochen an die Bezirkshauptmannschaft.4
- AnrechnenDer Abschuss zählt auf den Plan. Fallwild zählt nicht.5
- VorlegenDie Trophäe geht samt Kiefer zur Bewertung an den Bezirksjagdausschuss.6
- AuswertenAus den Daten von Land und Statistik Austria entsteht die Jagdstatistik, zuletzt im Dezember 2025 für 2024/25.1
Mit der Jagd bist du in Oberösterreich in großer Gesellschaft. Rund 21.400 Menschen haben eine Jahresjagdkarte, im Schnitt erlegte jeder von ihnen 2024/25 rund 7,6 Stück Wild.1
Wie die Fragen zur Prüfung aussehen, siehst du in unserer Übersicht aller Prüfungsfragen. Im Trainer übst du sie mit Lösungen.
In der Probeprüfung spielst du den Ernstfall durch.
Häufige Fragen
Was steht in der Jagdstatistik Oberösterreich?
Der Abschuss und das Fallwild aller Wildarten in einem Jagdjahr, dazu die Zahl der Jagdkarten. Der Landesjagdverband ergänzt Bezirkswerte und Zeitreihen.21
Wie viele Rehe werden in Oberösterreich pro Jahr erlegt?
Im Jagdjahr 2024/25 waren es 83.571 Rehe, dazu 11.405 als Fallwild. Der bisherige Höchstwert lag 2023/24 bei 85.514 erlegten Rehen.1
Wann beginnt das Jagdjahr in Oberösterreich?
Am 1. April. Es endet am 31. März des folgenden Jahres.3
Muss Fallwild gemeldet werden?
Ja. Tot aufgefundenes Schwarzwild binnen zwei Wochen, Fallwild der übrigen Wildarten am 15. des Folgemonats. Auf den Abschussplan wird Fallwild nicht angerechnet.45
Gibt es schon Zahlen für 2025/26?
Für Österreich ja: Statistik Austria hat am 9. Oktober 2026 insgesamt 690.535 Abschüsse veröffentlicht.3 Die Auswertung für Oberösterreich lag Mitte Oktober 2026 noch nicht vor.
Quellen
Die Zahlen stammen von Statistik Austria und aus der Jagdstatistik des OÖ Landesjagdverbands, die auf Daten des Landes und von Statistik Austria beruht. Die Regeln stammen aus dem Oö. Jagdgesetz 2024, der Abschussplanverordnung und der Jagdverordnung in der geltenden Fassung.
Der Landesjagdverband veröffentlicht seine Auswertung ohne Gewähr. Wo sich Zahlen unterscheiden, nennen wir beide.
- OÖ Landesjagdverband: Jagdstatistik Oberösterreich 2024/2025 (ooeljv.at)
- Statistik Austria: Jagdstatistik Jagdjahr 2024/2025 (Schnellbericht 1.11, revidiert) (statistik.at)
- Statistik Austria: Jagdsaison 2025/2026 in Österreich, Pressemitteilung vom 9. Oktober 2026 (statistik.at)
- Oö. Jagdgesetz 2024, LGBl. Nr. 20/2024, §§ 45 und 46 (RIS) (ris.bka.gv.at)
- Land Oberösterreich: Abschussplanverordnung (land-oberoesterreich.gv.at)
- Oö. Abschussplanverordnung 2024, LGBl. Nr. 70/2024 (RIS) (ris.bka.gv.at)
- Land Oberösterreich: Jagdrecht (land-oberoesterreich.gv.at)
- Bezirkshauptmannschaft Ried im Innkreis: Jagdbegehungen 2026 (land-oberoesterreich.gv.at)
- Landwirtschaftskammer OÖ: Fragen zur Jagdgesetznovelle 2024 (ooe.lko.at)
- Oö. Jagdverordnung 2024, Anlage 11: Schonzeiten (land-oberoesterreich.gv.at)
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